Neue Information zum Nichtraucherschutzrecht
Ziel der Veröffentlichung von Helmut Breitkopf und Dr. Frank Sollmann ist es, einen Überblick über die aktuelle Gesetzeslage insbesondere zum Nichtraucherschutz in den Bundesländern zu geben. Grundlage dafür ist, dass die Zuständigkeit für den Gaststättenbereich und für den Gesundheitsschutz bei den Ländern liegt.
Demgemäß sind in den Ländern Landes-Nichtraucherschutzgesetze verabschiedet worden. Die vorliegende Verlagsausgabe nimmt Stellung zum gesundheitspolitischen Hintergrund, erläutert die internationalen Vorgaben und begründet auch, warum Rauchverbote durch die Gesetzgeber ausgesprochen werden dürfen. Im Mittelpunkt steht die Darstellung der Systematik und der Inhalte der bundes- und landesrechtlichen Vorschriften. Besondere Aufmerksamkeit wird den Regelungen für Gaststätten gewidmet, auch die Ausnahmetatbestände nehmen einen breiten Raum ein. Der Anhang enthält das Bundesnichtraucherschutzgesetz und die sechzehn Ländergesetze. Das Buch stellt somit eine wichtige Informationsquelle für alle dar, die einen Überblick über die aktuelle Gesetzeslage suchen oder in ihrer täglichen Arbeit mit der Umsetzung der Vorgaben betraut sind. Insbesondere sind dies öffentliche Verwaltung, Wirtschaft und Dienstleister, wie vor allem das Hotel- und Gaststättengewerbe, sowie betroffene Bürger/innen.
Die Verfasser: Helmut Breitkopf, als Referatsleiter im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen u.a. für die Prävention und Gesundheitsförderung vor allem im Zusammenhang mit der Kinder- und Jugendgesundheit, sowie für Programme zum Nichtraucherschutz, zuständig.
Dr. Frank Stollmann, als Leiter der Gruppe "Öffentliches Gesundheitswesen" im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen u.a. mit der Klärung gesundheitsrechtlicher Grundsatzfragen befasst.
ISBN 978-3-8293-0847-2
Wie wird meine Berufsschule rauchfrei?
Dass ein gesetzliches Rauchverbot nicht zwingend zu einer Verhaltensänderung der Schüler/innen führt, müssen besonders berufsbildende Schulen erfahren. Rauchende Schüler/innen weichen zu benachbarten Grundstücken, Einkaufzentren oder Bushaltestellen aus und strapazieren das Schul-Image.
Gerd Rakete (BZgA) und Ute Schnitzler (Alice-Salomon-Schule, Hannover) sind diese Probleme vertraut. In Bezug auf die besondere Situation von Berufschulen im Hinblick auf die Umsetzung des Rauchverbotes, hat Gerd Rakete bundesweit Erfahrungen gesammelt.
Auf Einladung der Landesinitiative "Leben ohne Qualm" (LoQ) vermittelt er jetzt gemeinsam mit Ute Schnitzler wirksame und durchaus auch kreative Strategien und Maßnahmen für eine rauchfreie Berufsschule.
Erfahrungen zeigen, dass die Schulleitung, die eine rauchfreie Schule anstrebt, sich nicht auf die Verkündung des gesetzlichen Rauchverbots beschränken sollte. Kollegium, Schüler/innen, Eltern sowie Hausmeister/in und Besucher/innen sollten bei der Entwicklung eines Konzeptes immer miteinbezogen werden. Schulische Regeln zum Umgang mit dem Tabakkonsum gewinnen an Glaubwürdigkeit, wenn sie nicht nur für Schüler/innen, sondern für alle gelten. Durch die Vermittlung von Gesundheitswissen können Berufsschulen zudem die Aufhörbereitschaft jugendlicher Raucher/innen fördern.
Weitere Seminare für Schulleitungen sind in 2009 vorgesehen.
Anti-Rauchkurs -Training in Mülheim an der Ruhr
Am 04. November trafen sich auf Einladung der Landesinitiative "Leben ohne Qualm" (LoQ) Lehrkräfte und Präventions-Fachleute aus NRW zu einem "Anti-Rauchkurs-Training". Der von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) entwickelte Anti-Rauchkurs ist eine pädagogische, disziplinarische Maßnahme für Schüler/innen, die wiederholt gegen das Rauchen verstoßen haben.
Die Teilnehmer/innen machten sich im Laufe des Seminars mit den verschiedenen Methoden und Übungen vertraut, die sie später mit rauchenden Schüler/innen durchführen werden. Wichtig für die zukünftigen Leiter/innen: ein non-direktives, partnerschaftliches Arbeiten mit den Jugendlichen nach dem Modell der "Motivierenden Gesprächsführung". Die Beendigung des Rauchens in der Schule ist das Minimalziel, das es zu erreichen gilt. Im Verlauf des Kurses kann jedoch von den Schülerinnen und Schülern entschieden werden, ob der Tabakkonsum reduziert wird oder vollständig beendigt wird.
Im Austausch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Tagesseminars wurde deutlich, dass es vielen Schulen an einem für alle - auch für Lehrkräfte! - verbindlichen Regel- und Sanktionssystem mangelt. Dies ist jedoch eine wichtige Voraussetzung - so Gerd Rakete (BZgA) - , damit ein Angebot wie der Anti-Rauchkurs überhaupt Sinn macht.
Die Landesinitiative "Leben ohne Qualm" (LoQ) wird auch in 2009 wieder ein Anti-Rauchkurs-Training anbieten.
30 starke Raps gegen den Qualm ausgezeichnet
Am 22. April fand die Preisverleihung der Landesinitiative "Leben ohne Qualm" an die Gewinner des HipHop-Wettbewerbes aus 2007 statt.
(Beitrag von Sat 1, Studio Dortmund, Sendung "17 Uhr 30")
Die Veranstaltung startete im Rahmen der JugendFilmTage zum Thema "Tabak" und "Alkohol" im Cinemaxx-Kino Essen. Rund 250 Besucher/innen, darunter 30 Gewinner/innen, wurden von den lokalen HipHop-Matadoren "Pot!-Poeten" und "Highly Addictive", die bei der Jury mitwirkten, begrüßt. Es wurden Preise in Höhe von insgesamt 2.500 € für die besten Raps gegen das Rauchen überreicht. Die Gewinne reichten vom moderner Musik-Software über Kopfhörer und Mikros bis hin zu Plattenspielern und DJ-Mischpult. Zudem wurde in 2007 ein Sonderpreis durch die Ärztekammer Nordrhein in Höhe von 250,- € für die Kategorie "Bester Text" ausgelobt. Dieser ging - welch ein Zufall! - an den Gewinner Chris Rhymestein aus Dortmund, der auch den 1. Platz in der Altersgruppe C (ab 17 Jahre) belegte und so zweifacher Sieger wurde. Viele Wettbewerbsbeiträge wurden auf der Bühne präsentiert. Mit starkem Applaus wurden besonders die Teilnehmer bedacht, die unverhofft ihr Können (BreakDance-Einlagen, Beatbox mit Mikro) auf der Bühne präsentierten. Matze Knop, Moderator und Comedian ("Supa-Ritschie"), sorgte auch diesmal wieder für ein gelungenes, spaßig-unterhaltsames Programm.
Bilder der Veranstaltung
Der HipHop-Wettbewerb zum Thema "Nichtrauchen" geht auch in 2008 weiter.
LoQ-Parcours gestartet
Die Mitmachausstellung der Landesinitiative "Leben ohne Qualm" kam in der Hauptschule Bielstein am 19.2.2008 zum ersten Mal zum Einsatz. Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs beschäftigten sich an sechs Stationen mit dem Thema Nichtrauchen. Sie konnten unter anderem testen wie "cool" sie sind und wie Rauchen die Haut "ruiniert".
Die Ausstellung kann 2008 insgesamt zehn mal von den Prophylaxefaxkräfte in NRW gebucht werden. Auf spielerische Art und Weise wird sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Pädagoginnen und Pädagogenen das Interesse für die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema Nichtrauchen jenseits von Rauchverboten und Sanktionen geweckt bzw. aufrechterhalten. Ziel ist die Unterstützung von Schulen bei der Umsetzung eines Schulkonzeptes zur Tabakprävention (Schule ohne Qualm). Die Ausleihe der Ausstellung ist kostenfrei. Nähere Angeben zu Voraussetzungen und Terminabsprachen unter 0208/3006932.
Tagesseminar zur Rauchfreien Schule (3)
Als "lebendig", "anschaulich" und "sehr praxisbezogen" bewerteten die Teilnehmer/innen das dritte Tagesseminar zum Thema "Rauchfrei Schule" am 14.02.08 in Mülheim an der Ruhr. Die Landesinitiative "Leben ohne Qualm" hatte Schulleitungen und Lehrkräfte von Gymnasien und Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen eingeladen, um Unterstützung bei der Umsetzung der rauchfreien Schule zu geben. Der kollegiale Austausch und der Ideenreichtum des erfahrenen Referenten Gerd Rakete (BZgA) boten wichtige Hilfestellung. Ein weiteres Tagesseminar für Schulleitungen von berufsbildenden Schulen in NRW ist für den 30. April 2008 geplant. Anmeldungen unter 0208/30069-32.