2.1 Angaben zu Situation und Bedarf
2.2 Formulierung einer für die Prävention bedeutsamen Zielsetzung
2.3 Auswahl einer relevanten Zielgruppe
2.4 Methodisch und theoretisch fundiertes Handeln
2.5 Auswahl eines Erfolg versprechenden Settings
2.6 Strukturelle Standards
Merkmale der Strukturqualität von Projekten in der Suchtvorbeugung
sind beispielsweise die Beachtung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und
der institutionellen Zuständigkeiten, die Qualifizierung der Projektverantwortlichen
sowie Fort- und Weiterbildungen der Mitarbeiter, Angebote für den Erfahrungsaustausch
bzw. Supervision etc.. Die Durchführung von LOQ-Nichtraucherprojekten
sollte folgenden Mindeststandard in der Qualifikationsstruktur der Handelnden
umfassen:
2.7 Vernetztes Handeln
Die Prävention des Tabakrauchens umfasst viele Aspekte: Sie berücksichtigt
sowohl psycho-soziale, medizinische und strukturell-gesellschaftliche Aspekte.
Ein solches Verständnis von Suchtprävention impliziert den Aufbau
eines Verbundsystems kooperierender Einzelpersonen, Einrichtungen und Institutionen,
die aufgrund ihrer originären Aufgaben suchtpräventiv arbeiten
oder aufgrund ihres Tätigkeitsfeldes unterstützend für bestimmte
Zielgruppen wirken können (GINKO, Manuskript, S.14ff.).
Kooperationspartner im Rahmen von LOQ-Projekten können - über die Mitglieder der kommunalen Gesundheitskonferenz hinaus -
2.8 Dokumentation und Evaluation
Im Gegensatz zu einer wissenschaftlichen Evaluation kann die praxisnahe
Maßnahmenbewertung in der Sucht- und Tabakprävention nicht mit
vergleichbaren hohen methodischen Ansprüchen durchgeführt werden.
In den meisten Fällen ist eine systematische Beobachtung und überprüfbare
Dokumentation der ablaufenden Prozesse sowie der Einsatz einfacher Erfolgsindikatoren
bzw. -instrumente völlig ausreichend.
RIEMANN (1991) formuliert folgende Aufgabenstellungen hinsichtlich des Einsatzes von Evaluationsmethoden:
Eine umfassende Evaluation ist aufwändig und erfordert in der Regel die Hinzuziehung externer Institute. Die praxisnahe Evaluation von einzelnen Maßnahmen kann demgegenüber recht einfach gestaltet sein. Evaluation sollte nicht als lästige Zusatzaufgabe verstanden werden, die unnötig Personalkapazitäten bindet. Vielmehr kann diese in den verschiedenen Phasen der Planung, der Durchführung und Auswertung von suchtpräventiven und gesundheitsfördernden Maßnahmen nützlich und hilfreich sein. Dies reicht von der Formulierung von Zielen und Zielindikatoren über die Definition von Zielgruppen, die fundierte Korrektur laufender Maßnahmen bis hin zur Initiierung von Lernprozessen durch die Evaluationsergebnisse (RIEMANN 1991; vgl. auch GINKO unveröff. Manuskript, S.16).
„Ein kontinuierliches Qualitätsmanagement in Gesundheitsförderung und Prävention ist allerdings nur erfolgreich, wenn es von Mitarbeitern, Teilnehmern und Geschäftsführungen als Unterstützung zur Erreichung ihrer Ziele und als Instrument zur Optimierung der eigenen Arbeit gesehen wird“ (Schwartz 2000, S.7).
**** Dies sind vorrangig die Prophylaxefachkräfte der Kreise und kreisfreien
Städte.