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Projekt

Die Rauchfreie Schule - gemeinsam gegen das Rauchen

Ein Pilotprojekt an österreichischen Schulen

Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur und des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen übernimmt das Institut für Medizin- und Gesundheitssoziologie des Ludwig Boltzmann Institutes (LBI) in Wien die Vorbereitung, Durchführung und Evaluation dieses Projektes, das bis März 2005 an 30 - 50 Schulen stattfinden soll. Die Schulen sollen umfangreich darin unterstützt werden, in einem gemeinsamen Prozess auf eine effektive und zugleich sozial verträgliche Weise Regeln gegen das Rauchen zu entwickeln, die auf einem weitgehenden Konsens aller Beteiligten basieren. Es sollen dabei sowohl die Bedürfnisse einzelner Personen wie auch die Bedingungen und Möglichkeiten der einzelnen Schule Berücksichtigung finden. In den Entscheidungsprozess werden alle SchülerInnen ab der 7. Schulstufe, Eltern, LehrerInnen, das nicht unterrichtende Personal und die Schulleitung einbezogen. In Projektgruppen, in denen jeweils Raucher und Nichtraucher vertreten sind, sollen Interessen diskutiert und Vorschläge gesammelt werden.

Die Ergebnisse werden im Anschluss von einem Projektausschuss zusammengefasst, dessen Aufgabe ebenfalls darin besteht, eine mögliche Tabak-Politik der Schule zu entwerfen. Dieser Entwurf wird dem Schulgemeinschaftsausschuss zur Beschlussfassung vorgelegt. Ein Projektkoordinator, der von der Schulleitung bestimmt wird, dokumentiert den gesamten Prozess mit Hilfe eines kurzen Dokumentationsbogens, der am LBI ausgewertet wird.

Die Schulen können während der Projektlaufzeit auf zahlreiche Unterstützungsangebote zurückgreifen. So wurde vom LBI ein Leitfaden ?Rauchfreie Schule? entwickelt, der sowohl wissenschaftliche Grundlagen und Argumente zum Thema Rauchen als auch Anleitungen zu Prozessgestaltung und Prozessmanagement enthält. Ebenso stehen für alle Prozessschritte Materialien in Form von Fragebögen, Anleitungen, Guidelines etc. zur Verfügung. Für die persönliche Beratung wurde am LBI eine Hotline eingerichtet.

Eine Schule ist nach den Kriterien des LBI dann erfolgreich wenn a) ein klassen- und fächerübergreifendes Projekt zum Thema Rauchen durchgeführt wurde (?genügend?), ein nachhaltiges Projekt (z.B. jährlicher Antitabaktag) oder ein Schwerpunkt Tabakprävention etabliert werden konnte (?befriedigend?), eine allgemein bindende Regel entwickelt werden konnte, die das Rauchen in der Schule verbietet, aber Ausnahmen im Sinne von Übergangsregelungen zulässt (?gut?) oder eine allgemein bindende Regel ?rauchfreie Schule? entwickeln konnte (?sehr gut?).

Mehr zum Thema auf der Seite des Österreichischen Netzwerkes gesundheitsfördernder Schulen: www.schule.at/gesundheit/