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Projekt

Ausstellung "Sucht hat immer eine Geschichte"

Die Wanderausstellung "Sucht hat immer eine Geschichte" ist Bestandteil eines umfassenden Konzepts zur Suchtprävention in NRW und begleitet landesweit die suchtvorbeugende Arbeit in den Landkreisen und kreisfreien Städten. Die Ausstellung ist eine Ergänzung zu der Öffentlichkeitskampagne von NRW. Neben speziellen Zielgruppen wie Multiplikatoren und Fachleute soll auch die breite Öffentlichkeit, speziell Jugendliche, erreicht werden.

Die Ausstellung eignet sich auch für den Einsatz im Rahmen von Fortbildungs- und Öffentlichkeitsveranstaltungen und kann interessierten Veranstaltern gegen eine Kostenübernahme zur Verfügung gestellt werden.

Kurzbeschreibung:
Exemplarisch wurde im Dezember 1999 im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleituntersuchung überprüft, ob die von den Veranstaltern gesteckten Ziele erreicht wurden. Ein wesentliches Ziel der Ausstellung war es, Informationen zum Thema "Sucht und Drogen" zu vermitteln, ein weiteres, die suchtprophylaktische Arbeit in NRW vorzustellen und Hilfsangebote transparent zu machen. In Kooperation mit einem Krankenhaus wurde ein flankierendes Fortbildungsprogramm zu Suchtentwicklung und Präventionsstrategien für verschieden Zielgruppen durchgeführt.

Mit insgesamt über tausend Besuchern in sieben Tagen war die Ausstellung sehr gut besucht, wobei es sich bei dem Großteil der Besucher um Schüler und SchülerInnen der Sekundarstufe II handelte, die über ihre Lehrer von der Ausstellung erfahren hatten. Die Resonanz der Besucher auf die Ausstellung war mehr als zufriedenstellend. So betonte die Majorität der Befragten, dass die Ausstellung ihnen Informationen, vornehmlich über legale/illegale Drogen sowie die Entstehung von Sucht, vermitteln konnte, und dies in einer sachlichen, informativen und interessanten Art und Weise. Demnach überrascht es nicht, dass viele den Stellenwert der Ausstellung innerhalb der Suchtvorbeugung als hoch einstuften. Eine ähnlich positiv Resonanz erfuhren auch die im Rahmen der Ausstellung durchgeführten Zusatzveranstaltungen.

Von insgesamt 1.041 Besuchern konnten 547 befragt werden. Dies entsprach einem prozentualen Anteil von 52,5%. Komplettiert wurde die Untersuchung durch eine qualitative Befragung von Fachkräften aus dem Bereich der Suchtprophylaxe.

Besonders erfreulich ist, dass 40% der Besucher durch die Ausstellung dazu angeregt wurden, ihr eigenes Suchtverhalten zu überprüfen. Positiv zu bewerten ist darüber hinaus, dass 43% der Probanden angaben, dass es ihnen nach dem Besuch der Ausstellung nun leichter fallen würde, Kontakt zu örtlichen Beratungsstellen aufzunehmen. Insgesamt würden 73% der Befragten bei individuellen Suchtproblemen regionale Beratungsstellen kontaktieren, wobei hervorzuheben ist, dass 33% ihre Einstellung hierzu durch den Besuch der Ausstellung geändert hatten.

Endbericht der Evaluationsstudie im Auftrag des Gesprächs-, Informations- und Kontaktzentrums (GINKO) Mülheim. Schweer, Th. Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung, Duisburg. 2000