Repräsentativerhebung zum Gebrauch
psychoaktiver Substanzen
in der Bundesrepublik

Die "Repräsentativerhebung zum Gebrauch psychoaktiver Substanzen bei Erwachsenen in Deutschland 2000" liefert verlässliche und vergleichbare Entwicklungsdaten für Planungen in der Suchtprävention, Drogenhilfe und Gesetzgebung. An der Befragung nahmen insgesamt 8.139 Personen im Alter zwischen 18 und 59 Jahren teil.

Alkohol In Deutschland praktizieren 5,6 Millionen Menschen (12%) einen riskanten Alkoholkonsum, d.h. sie trinken durchschnittlich mehr als 30g bis 60g (Männer) bzw. 20g bis 40g (Frauen) Reinalkohol pro Tag. Bei 1,9 Millionen Menschen (4%) wurde ein gefährlicher Konsum und bei weiteren 350.000 Bürgern (0,7%) ein Hochkonsum festgestellt.

Rauchen: 16,7 Millionen Bundesbürger im Alter zwischen 15 und 59 Jahren rauchen, wobei mit 39% der Anteil der Raucher bei den Männern höher ist als bei den Frauen (31%). 5,8 Millionen Raucher konsumieren durchschnittlich 20 oder mehr Zigaretten am Tag, können somit als starke Raucher bezeichnet werden.
In der Altersgruppe der 18- bis 20jährigen ist die Raucherquote mit einem Anteil von 45% am höchsten, in der Altersgruppe der 50- bis 59jährigen mit einem Anteil von 24% am niedrigsten.

Medikamente Im letzten Monat vor der Erhebung hatten in Deutschland über sieben Millionen Bürger mindestens einmal pro Woche ein Medikament mit psychoaktiver Wirkung eingenommen, vornehmlich Schmerzmittel. Hinsichtlich soziodemographischer Größen ist zu konstatieren, dass Frauen (17%) bzw. ältere Menschen eher zu Medikamenten greifen als Männer (12%) bzw. Jüngere.

Illegale Drogen 21,8% der Westdeutschen und 11% der Ostdeutschen im Alter zwischen 18 und 59 Jahren verfügen über Konsumerfahrungen mit illegalen Drogen. Die Zahl der aktuellen Konsumenten (Konsum in den letzten zwölf Monaten vor der Befragung) belief sich in den westlichen Bundesländern auf 2,5 Millionen (=6,5%), in den ostdeutschen Ländern auf rund eine halbe Million (=5,2%) Menschen.

Bei dem weitaus größten Teil der Drogenerfahrenen handelt es sich um Cannabiskonsumenten (13% aktuelle Konsumenten).
4,4% der 18- bis 29jährigen in West- und 6,5% dieser Altersgruppe in Ostdeutschland haben mit Ecstasy oder Amphetaminen experimentiert.


Quelle: Pressemitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.